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Philosophisches Lesen > Kant

Immanuel Kant (1724-1804)

Rezension: Herder, Ideen zur Geschichte der Menschheit (1785,1) heraus

Stand: Vorbereitender Durchgang der Spezifikation Februar 2007 durchgeführt.

1785 (61) Rezension. Zeitschrift: Allgemeine Literatur Zeitung. 25 S.
Originaltitel: Rez.: Herder, Ideen zur Geschichte der Menschheit [In 2 Teilen und eine Nachricht]
Zeitschrift: ALZ Nr. 4, vom 6ten Januar, S. 17-22 & Beylage zu Nr. 4, S. 21-22. | ALZ Anhang zum Monat März. | ALZ Nr. 271, vom 15. November, S. 153-156.
Katalog-Nr. Adickes: 0052 | 0053 | 0054 / Warda: 087 | 089 | 100
Akademie-Ausgabe Bd. VIII: 043-055 | 056,01 - 058,19 | 058,30 - 066,06 Im Bonner-Korpus (Korpora.org) lesen
Kategorie: Rezensionen
Quelle: Immanuel Kant Information Online

Inhalt

Geistreich aber wenig gründlich.

Herder liefert hier ein lesenswertes Buch, dessen Sprache aber etwas blumig ausfällt und das in philosophischer Strenge etwas zu wünschen übrig lässt. Mit einigen Auffassungen Herders ist Kant überhaupt nicht einverstanden.

Textablauf

Zitiert nach: Immanuel Kant, Schriften zur Anthropologie, Geschichtsphilosophie, Politik und Pädagogik (= Immanuel Kants Werke in sechs Bänden, Bd. VI), Hg. Wilhelm Weischedel, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 5. erneut überprüfter reprographischer Nachdruck 1983 der Ausgabe Darmstadt 1958, S. 781-806.

[Rezension über den 1. Teil]

[ Veröffentlichung. nicht zeigen

Über die Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit von Johann Gottfried Herder, ersten Teil, 1784, 318 S. Die Rezension erschien anonym in der Jenaer „Allgemeinen Literatur-Zeitung“ in Januar 1785.

]

Kant bemängelt an Herders Werk den Hang zur Leidenschaft und die ungenügende philosophische Gründlichkeit, obwohl er ihn durchaus im positiven Sinne auch geistreich findet.

Den Ansatz Herders, der darin besteht, durch vergleichende Anatomie der Lebewesen (von den einfachsten bis zu Menschen) bis zur Erklärung der menschlichen Fähigkeiten zu kommen, hält Kant für falsch und den zur Vefügung stehenden Kenntnissen unangemessen.

[Antwort auf eine Kritik]

[ Veröffentlichung. nicht zeigen

Anonym in der „Allgemeinen Literatur-Zeitung“, 1785, Anhang zum Märzmonat: Erinnerungen des Rezensenten der Herderschen Ideen zu einer Philosophie der Geschichte der Menschheit über ein im Februar des teutschen Merkur gegen diese Rezension gerichtetes Schreiben.

Verfasser dieser Kritik war Karl Leonhard Reinhold (Quelle: Nachwort des Herausgebers, o. a. Ausgabe, S. 819).

]

Der Kritiker hat dem Rezensenten vorgeworfen, in der spekulativen Metaphysik beheimatet zu sein und keinen Sinn für empirische Untersuchungen zu haben. Dem entgegnet Kant, er interessiere sich durchaus für Antropologie, er sei aber davon überzeugt, dass der Charakter des Menschen in seinen Taten und nicht in seiner Biologie abzulesen sei, und dass man der Erfahrung nur das, was ist, entnehmen könne, nicht aber das, was sein muss.

[Rezension über den 2. Teil]

[ Veröffentlichung. nicht zeigen

Anonym in der „Allgemeinen Literatur-Zeitung“, November 1785, Rezension über den 2. Teil, 1785, 344 S.

]

Beschreibung von Völkern, Wirkung des Klimas auf die Bildung, Rolle der Sprache, geographische Vergleiche.

[ Anmerkung zum Stil. nicht zeigen

Ganz anders als in der 1. Rezension, gibt Kant hier den Inhalt des Buchs wieder, ohne sich auf allgemeine Einschätzungen oder Kritik einzulassen.

S. 799

Diese trockene Anzeige soll auch bei diesem Teile nur Ankündigung des Inhalts, nicht Darstellung des Geistes von diesem Werke sein; sie soll einladen, es zu lesen, nicht die Lektüre desselben ersetzen oder unnötig machen.

(Kurz darauf kann er es aber nicht vermeiden und kritisiert den Mangel an stringenz und die blumige Sprache.)

]

Einige Meinungen des Autors werden kritisiert: { nicht zeigen

}

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Diese Rubrik 9. 4. 2009 bearbeitet
© Francesc Hervada-Sala